Der Limes als Welterbe heute

 Roemer Welt
In Rheinnähe in Rheinbrohl ist der Beginn des obergermanischen Limes, der caput limitis,  mit dem Wachturm 1/1 markiert. Die ersten 75 km des obergermanischen Limes mit insgesamt 131 Wachtposten, 9 Kleinkastellen und 9 Kohortenkastellen verlaufen dann durch Rheinland-Pfalz.

RömerWelt, Rheinbrohl

Der Limes bezog im Norden die fruchtbaren Landschaften am Rhein, vor allem das weite Tal des Neuwieder Beckens, mit ein. Mit der gewählten Streckenführung des Limes über die Höhen am Rande des Neuwieder Beckens waren häufig die tief eingeschnittenen Täler der zum Rhein und zur Lahn fließenden Gewässer zu durchqueren und beträchtliche Höhenunterschiede zu überwinden.

(Limes im Wald bei Rheinbrohl)

Der Grenzwall ist dabei deutlich an die naturräumlichen Gegebenheiten angepasst und nutzt strategisch vorteilhaft das Gelände aus. Wall und Graben verlaufen mit weiten Biegungen über die Höhenrücken und entlang der natürlichen Wasserscheiden.

Da der Limes in Rheinland-Pfalz heute überwiegend in den Wäldern von Westerwald und Taunus liegt, sind bei zahlreichen Limesabschnitten noch Wall und Graben, die Schutthügel der Wachttürme und einige Umwehrungen der Kastelle sichtbar erhalten und durch Limeswanderwege zugänglich.

(Rechte: Text, Geschichte Der Römische Limes in Rheinland-Pfalz von Cliff Alexander Jost)


Was ist heute noch sichtbar?

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 Palisadenrekonstruktion im Rheinbrohler Wald & Wachturm 1/9 auf dem Beulenberg
Die seinerzeit dazugehörenden Reihen aus Palisaden sind verrottet, wurden aber an verschiedenen Stellen rekonstruiert und damit für heutige Generationen wieder vorstellbar. Ebenso befindet sich auf Rheinbrohler Gebiet entlang des Limeswanderweges der auch Teil des RömerWelt-Rundweges ist, der rekonstruierte Holzturm 1/9 auf dem Beulenberg sowie am Wachposten 1/8 eine inszenierte Ausgrabungsstelle mit Limesdurchlass.

(Rechte:(Auszug aus:) www.uni-protokolle.de/Lexikon/Limes_(Grenzwall).html)