Was gibt es im Außenbereich zu sehen?


Contubernium

Contuberium bezeichnete zunächst das kameradschaftliche Zusammenleben einer Soldateneinheit in Zelten während eines Marschlagers. Später wurde der Begriff auch auf die Soldatenunterkünfte eines festen Standlagers übertragen.

Zwischen Betten, Feuerstelle und Kleiderkammer erfahren Sie wie hart das Militärleben war, aber auch welche Vorteile es bot. Vor allem im Rahmen einer Führung können die Besucher in die Mannschaftsstube eintreten, die Einrichtung auf Bequemlichkeit testen und das Flair der damaligen Zeit hautnah spüren.

Bei unserer Mannschaftsstube handelt es sich um den Nachbau einer Unterkunft der einfachen römischen Legionssoldaten in einem festen Standlager. 

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Roemer WeltPfahlramme

Die römische Pfahlramme befindet sich im Außenbereich der RömerWelt als funktionierender Nachbau 1:1. Sie diente zum Einrammen der Stützpfähle einer Holzbrücke (Pfahljochbrücke) in die Sohle eines Flusses. Zu diesem Zweck wurde eine solche Ramme auf ein fest im Fluss verankertes Floß gesetzt, um dort in regelmäßigen Abständen Pfähle in die Sohle einrammen zu können.

Die Ramme kann als antike „Maschine“ gesehen werden, die wie heutige Maschinen, Arbeitskraft und Zeit sparte und zudem eine recht genaue Methode war, eine stabile und exakte Brückenkonstruktion zu bauen.


Backhaus

Seit die archäotechnische Arbeit fertiggestellt wurde, bieten die rekonstruierten römischen Kuppelbacköfen eine weitere Attraktion im Außenbereich. Neben zwei funktionsfähigen Backöfen können Sie auch ein Demonstrationsmodel bestaunen.

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Die Öfen kommen im Verlauf einer Saison regelmäßig zum Einsatz. An den großen Thementagen im Jahr backen wir zusätzlich zum Sonderprogramm die leckeren Brote. Besucher können gerne probieren und natürlich auch einen Laib erwerben. Die Backtermine finden Sie in unserer Terminübersicht.


Römische Kochstelle

Roemer WeltNeben den Backöfen wurde auch eine römische Kochstelle errichtet. Eine solche Kochstelle findet sich in jedem römischen Gutshaus (villa rustica) oder einer Stadtvilla.

Die Herdstelle vervollständigt die Einrichtung unseres Backstubenensembles. Auf ihr können nun weitere Zutaten zu einem original römischen Mahl hergerichtet werden, wie zum Beispiel die Puls, ein Brei aus Getreide, Gemüse,Kräutern und Speck, dem gelegentlich auch ein Stück Fleisch beigefügt wurde und die tägliche Mahlzeit eines einfachen römischen Soldaten darstellte.


Rund um den Veranstaltungsplatz

Vor allem bei den RömerTagen im Mai erwacht der große Veranstaltungsplatz zum Leben. Dann ist hier ein römisches Lager aufgebaut welches römisches Handwerk und Militärleben anschaulich darstellt und viele Mitmachaktionen für Groß & Klein bietet. Aber auch für Workshops und bei anderen Veranstaltungen wird die große Freifläche genutzt.

Auch außerhalb der Sonderveranstaltungen warten rund um den großen Platz im Außenbereich einige Stationen darauf von Ihnen entdeckt zu werden.


Römischer Kräuter- & Küchengarten

Roemer WeltNach dem Besuch der Ausstellung empfängt Sie unser, im römischen Stil angelegter Kräutergarten, welcher auch zur Gartenroute des Kräuterwind-Projektes gehört. Hier wachsen unter anderem auch die Kräuter und Gewürze, die die Römer einst an den Rhein brachten. Wer errät die richtigen Namen der Gewächse?? Oder erkennt sie am Geruch?? Schnuppern Sie mal...

Vor allem Schulkinder, die während einer Führung Interessantes zur Ernährung der Römer erfahren, erfreuen sich am Duft und Geschmack der unterschiedlichen Kräuter. So manches nicht alltägliches Kraut ist auch dabei!


Wall & Graben

Roemer WeltEin Stück rekonstruierter Wall und Graben lässt den Sie die Größe der ursprünglichen Grenzbefestigungen erahnen.

Wo immer es ging, nutzten die Römer natürliche Grenzen wie Flüsse, Gebirgsketten oder den Küstenverlauf.

Wenn es jedoch notwendig wurde, errichteten sie auch künstliche Barrieren wie den Limes im heutigen Deutschland. Der aufgeschüttete Erdwall war 9 m breit und einst mehr als 2 m hoch. Der ursprünglich 8 m breite und 2,5 m tiefe Graben lag davor. Unmittelbar vor dem Graben verlief eine Palisade aus Eichenholz.


Nur ein Spielplatz?

Nein, denn hier soll unseren Besuchern anhand der Spielplatz-Szene ein weiterer Bereich römischen Lebens am Beginn des Limes auf spielerische Weise präsentiert werden.

Roemer WeltDargestellt wird hier ein havariertes römisches Flußschiff, das in einem Kiesbett liegt, welches den Fluss veranschaulichen soll, mit „Landungssteg“ und „festem Boden“. Der Steg führt zu einem kleinen römischen "Speicherbau" und einem „Wohnhaus“. Davor befindet sich das einheimische Nationalgericht – ein Wildschwein aus den Eichenwäldern Germaniens, gerne mit den gallischen Wildschweinen von Obelix dem Gallier verwechselt!

Während die Großen vielleicht bei einem Stück leckerer Limestorte und duftendem Kaffee die Sonne genießen, können die kleinen Besucher schon unser "Schiff" erobern und mit viel Spaß den Besuch ausklingen lassen.


Römischer Weinberg

Im Frühjahr 2012 ergänzten wir ein kleines Areal im Außenbereich um einen römisch angelegten "Weinberg". Der hier angesetzte Wein ist der älteste Weißwein Europas, der schon in römischer Zeit angebaute Elbling (lat. albus=weiß).

Roemer WeltBis zur ersten Ernte wird es wohl noch etwas dauern, aber schon heute können Sie sich über Binde- und Anbautechnik der Weinreben sowie Herstellung von Wein im Römischen Reich informieren.

Wein wurde in der Antike oft mit Wasser vermischt getrunken. Neben den roten und weißen Sorten gab es auch Spezialweine, wie den Conditum paradoxum , der neben Weißwein auch Honig, Pfeffer und Kräuter enthielt.

Dem nachempfunden ist der römische Würzwein "Mulsum" der im Museumslädchen erworben werden kann.


Roemer WeltDies ist nur ein Auszug unserer Informationsstationen des Außengeländes. Es erwarten Sie außerdem noch ein Handwerkshaus mit Steinmetz und Schmiedewerkstatt, Rekonstruktionen römischer Latrinen, ein Lastenkran und eine Werkstatt mit Informationen und Ausstellungsstücken zu antiker Fischerei sowie ein archäologischer Sandkasten für die kleinen Besucher.

Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.